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Versorgungsdaten 2011

Dr. Hanke, der ärztliche Geschäftsführer des Palliativ-Care Teams Fürth, präsentierte die neuen Versorgungsdaten 2011 und
beendete seinen Vortrag mit drei großen Wünschen an die Politik.

Politik und Palliativ diskutieren

v.l.n.r:
OA Dr. Ulf Prudlo, Chefarzt Prof. Dr. Thomas Schneider, Dr. Franz Jobst. MdL Petra Guttenberger
Dr. Roland Hanke, Bürgermeister Markus Braun, Dr. Harald Wagner

Bild: Mark Johnston (NN-Bildredaktion)

 

Vorstellung der SAPV Versorgungsdaten 2011

Die Versorgung von Schwerstkranken in der Region Fürth hat sich durch die Einrichtung des Palliativ-Care Teams Fürth sehr gut etabliert. Davon konnten sich die Landtagsabgeordnete Petra Guttenberger und Bürgermeister Markus Braun während einer Vorstellung der Versorgungsdaten überzeugen.

Die 242 Patienten, die wegen ihrer äußerst starken und sehr aufwendig zu behandelnden Symptome begleitet worden waren, kamen je zur Hälfe auf der Stadt und dem Landkreis. Sie wurden zu zwei drittel von ihren Hausärzten eingewiesen, von denen 126 bereits an der Versorgung mit teilnahmen.

Aufnahmegründe waren hauptsächlich die Begleitbeschwerden von Krebserkrankungen wie Schmerzen, Übelkeit und Atemnot. Roland Hanke, der ärztliche Leiter des Palliativteams wies jedoch auch auf den überdurchschnittlich hohen Anteil an nicht-bösartigen Lungenerkrankungen hin und auf auffallend vielen Erkrankungen des Nervensystems.

Etwa 20 % der Patienten mussten zusätzlich im Klinikum behandelt werden. Dennoch erfüllte sich das Bestreben des Palliativteams, möglichst viele Schwerstkranke in der eigenen Wohnung zu versorgen. Mehr als 92 % von ihnen konnten in ihrem Zuhause sterben.

Dazu waren pro Patient im Durchschnitt 356 Stunden Versorgungszeit und 138 Fahrkilometer erforderlich gewesen.

Die Anwesenheit von Klinikvorstand Peter Krappmann, Chefarzt Prof. Schneider, dem Vorsitzenden des Ärztenetzes Fürth Stadt und Land und der Ärztegenossenschaft Mittelfranken Dr. Jobst und dem Onkologen Dr. Wagner, der auch den Strahlentherapeuten vertrat verdeutlichten, dass das neue Versorgungskonzept auf einer breiten Netzwerkarbeit beruht.

Weit mehr als die Hälfte der ambulanten Palliativarbeit wurde mit Beratung, Betreuung und Begleitung der nächsten Angehörigen und des Betreuungssystems erbracht. Leider, so Hanke, findet dies bislang keine  Anerkennung bei den Krankenkassen. An die Politik wurde eindringlich appelliert um Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Krankenkassen diese für das Allgemeinwohl außerordentlich wichtige Arbeit anerkennt und würdigt.

Petra Guttenberger versprach, sich bei der verhinderten bayerischen Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml dafür einzusetzen.

SAPV_2011

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